World of Tanks: unser Test für Xbox 360 - V-Gamers - Das Gamer Magazin

World of Tanks: unser Test für Xbox 360

World of Tanks: unser Test für Xbox 360

Ja  jetzt reiben sich einige die Stirn kann ich mir vor stellen, mich hat diese Nachricht auch erst mal erschüttert, World of Tanks für die Xbox?

Wirklich verwunderlich ist es ja nicht, immerhin ist WoT ja ein Free-to-Play Titel. Das verwunderliche daran war mehr das ausgerechnet eine Xbox Edition erscheint, auch wenn es schon angekündigt wurde.

Doch siehe da, es kam ein Angebot das wir dieses Game für die Xbox 360 mal ausgiebig testen können, ehrlich gesagt haben wir das sogar dankend angenommen.

Und aus diesem Grund präsentieren wir Euch hier den Test eines Free-to-Play Spieles welches doch schon am Pc viele Gamer auf seine Seite ziehen konnte und sich bisher auch sehr gut halten konnte.

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Kurz zur Story:

Naja, Story? Gibt es keine, man bekommt einen Panzer, steigt mit seiner Besatzung ein und fährt direkt auf ein Schlachtfeld um mit einer zusammen gewürfelten Kompanie so schnell wie möglich die gegnerischen Fahrzeuge auszuschalten oder deren Basis einzunehmen. Aber mal ehrlich, wer braucht auch da eine Storyline?

 

Steuerung:

Sehr einfach gehalten sind die Befehle die man seinem Panzer übermittelt.

Linker Stick bewegt den Panzer, rechter Stick den Geschützturm (sofern vorhanden), rechter Trigger gibt Feuer, linker Trigger zoomt die Sicht näher an das Ziel. Alles sehr an die Konzepte eines Third Person Shooters gehalten, und man kommt sehr schnell damit zurecht.

Auf den Knöpfen befinden sich Munitionswechsel und Ausrüstung, also auch sehr schnell erreichbar.

Die Zielerfassung allerdings benötigt schon mehr Feingefühl, aber auch da kommt es nicht zu Aussetzern.

Ansonsten findet man sich dank der einfach gehaltenen Belegung des Controllers schnell zurecht, was allerdings nicht heißt das man dadurch den Panzer schon beherrscht. Naturgemäß reagieren nämlich solche Stahlkollosse nicht sofort auf Richtungswechsel, Schub und Gegenschub.

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Grafik, Technik, Sound

Für ein Free-to-Play Game ist die Grafik recht ordentlich, kann sich aber eben nicht messen mit Spielegrößen. Trotzdem kommt sie sehr sauber daher, und die Effekte wenn der Panzer explodiert sind auch ganz okay.  Ruckel frei, wie sich das für ein Onlinespiel gehört, läuft das ganze Geschehen auf dem Schlachtfeld jetzt schon ab.

Recht eintönig sind die Kommentare der Besatzung. Diese beschränken sich auf nur wenige Sätze die allerdings schon Hilfreich sein können, vor allem wenn man nicht sieht wie man den Gegner getroffen hatte oder man den Feind aus den Augen verliert.

Die Hintergrundmusik im Menü gibt ein wenig Mut sich gleich wieder in ein neues Gefecht zu stürzen, fällt aber auch sonst wenig auf oder beeindruckt in irgendeiner Weise.

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Präsentation:

Ja wie Präsentiert sich denn nun World of Tanks. Grundsätzlich macht es schon mal viel Spaß in die Schlacht zu ziehen. Egal mit welchem Panzer, wobei man aber als Anfänger natürlich erst mal mit einem der ersten entwickelten Panzer vorlieb nehmen muss, man benötigt die Erfahrung um später diesen dann Aufrüsten zu können.

Und hier kommen wir auch schon zu einem der Kernstücke in World of Tanks. Die Forschung. Über diese habt Ihr 2 Wege zur Auswahl, die Amerikaner bzw. Alliierten, oder den deutschen Pfad (Achsenmächte).

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Nebst den notwendigen Weiterentwicklungen Eures Panzers (ohne diese könnt Ihr nämlich auf die Nachfolgemodelle nicht zugreifen) bekommt Ihr hier auch noch kleine Beschreibungen, wie diese Fahrzeuge entwickelt wurden, welche Bedeutung sie hatten oder woher sie eigentlich stammen.

Hier müssen wir Anmerken das dieses Menü zur Weiterentwicklung nicht leicht zu erreichen ist, da man bestimmte Voraussetzungen erst mal erfüllen muss. Zunächst muss Euer Panzer Erfahrungspunkte sammeln, hat er genug davon kann man sich entscheiden ob diese als freie Erfahrung auf alle vorhandenen Modelle (sofern Ihr sie schon besitzt) übertragen werden soll, oder nur dem derzeitigen Panzer zur Verfügung steht. Die Wahl fällt natürlich zu Beginn recht leicht, denn dieses eine Anfangsfahrzeug muss erst mal weiter entwickelt werden um die nächst höheren Stufen zu erreichen.

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Ist man dann soweit muss man nicht nur das Fahrzeug auswählen, nein man muss die Erweiterungen erst mal auswählen, dann kommt man in die eigentliche Forschung und stell fest das man hier den Baum erst mal vorwärts bringen muss, um sich am Ende entscheiden zu können welchen weiteren Pfad man einschlagen möchte. Und da gibt es viele, wobei man allerdings auch sagen muss das es zu einem späteren Zeitpunkt möglich ist den Pfad zu wechseln. Hat man dann soweit erst mal alles geschnallt und den Übungsparkour erledigt (sehr nützlich was die Kampfeigenschaften betrifft) kann man dann auch endlich in die Schlacht ziehen.

Hier kann man dann schon im Vorfeld selbst die Maps auswählen, Schlachten kreieren und die Modi verändern. Wie es eben so üblich ist bei einem Online-Geballer.

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Da wir allerdings noch nicht wussten welche der Spielmodi schon funktionierten und es schon ziemlich in den Fingern juckte ( ja, Panzer, ich bin Gott in so einem Teil, ich fahre alles nieder was sich mir in den Weg stellt) haben wir uns für die einfachste Variante entschieden, direkt in irgend eine Schlacht. Hier fielen dann schon die Fehlinterpretationen auf, denn WoT ist definitiv kein Shooter. Wen wundert es also das ich ein paar mal Fluchend wie aus dem nichts abgeschossen wurde. Ja so ein Panzer ist eben doch nicht einfach zu steuern.

Die Schlachtfelder präsentieren sich sehr schön, verschiedene Jahreszeiten, Brücken, Täler und Berge, Dörfer. Alles ist vorhanden und darf genutzt werden. So kann man sich zum Beispiel hinter einem Haus verstecken um dem gegnerischen Feuer zu entgehen. Nutzt leider nicht viel wenn die Artillerie einen schon im Visier hat weil irgend ein Spähpanzer still und heimlich sich in der Nähe positioniert und einfach abwartet. Die Artillerie kann dann mal eben das Haus unter Beschuss nehmen und man steht für alle sichtbar in der Gegend herum, oder die Geschosse der selbigen treffen Euch direkt und von oben, was meist mit einem gleich brennendem Panzer belohnt wird. Alles in allem, Taktik ist sehr wichtig auf den Maps, sonst ist man schneller Geschichte wie einem lieb ist.

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Wer jetzt allerdings auf epische Massenschlachten hofft ist hier fehl am Platz, die Spielerzahlen in den Maps sind begrenzt und die Dauer eines Matches beschränkt sich auf 15 Minuten. Oft ist allerdings schon früher Schluss. Beeindruckend ist allerdings die richtig ausgeglichene Startaufstellung. Beide Seiten haben die gleiche Anzahl an Fahrzeugtypen und auch die entsprechenden Klassen werden berücksichtigt. Heißt also das immer die selbe Anzahl an leichten, mittleren, schweren Fahrzeugen vorhanden ist die auch ungefähr die selben Stufen haben. Wir haben nie ein Match gehabt wo Panzer der Stufe 11 auf Panzer der Stufe 4 getroffen sind.

Wenn man dazu kommt im Eifer des Gefechtes sollte man die Gegend als Anfänger erkunden, schon allein um heraus zu finden woran man gegnerische Stellungen erkennt ohne sie zu sehen.

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Umfang:

World of Tanks bietet den Spielern die Möglichkeit die verschiedensten Arten von Panzern zu ersteigern und zu erforschen. Von Grund auf gibt es hier 2 verschiedene Hauptwege, wie erwähnt Alliierte und Achsenmächte. Diese wiederum beinhalten dann die Klassen, also leichte Panzer bis schwere Panzer, Jagdpanzer und Artillerie. Bei einigen Klassen kann man dann auch noch Gruppen erforschen wie Selbstfahrlaffetten (in unserem Test das Sturmgeschütz) oder Späher. Desweiteren kann man die jeweiligen Panzer dann auch anpassen, je nach Typ Beispielsweise mit Flak oder verbesserten Kanonenrohren. Aber alles muss erst anhand der Erfahrungspunkte erforscht werden. Von der Anzahl der Fahrzeuge her gesehen spielt man also schon eine ganze Weile bis man die höchsten Stufen erreicht, aber das macht den Reiz dieses Spiels aus.

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Free-to-Play bedeutet natürlich nicht das man nichts bezahlen kann mit realen Geldmittel. So ist es auch World of Tanks. Wenn man Guthaben hat kann man diverse kleine Verbesserungen erstehen, wie Reparaturkisten, Verbandszeug für die Crew oder Feuerlöscher. Damit das Spiel ausgeglichen bleibt kann man die selben Gegenstände auch gegen in den Schlachten verdiente Credits erwerben. Individuelle Verbesserungen wiederum können nur mit den Credits aus Schlachten gekauft werden. Dazu zählen dann Tarnnetze, verstärkte Ketten und so weiter.

Also alles zusammen macht in diesem Spiel eine Menge aus, und man braucht schon etwas zeit um heraus zu finden welche Dinge nützlich sind und welche nicht.

Zu Zeitpunkt des Tests stand leider die Aufwertung der Crew noch nicht bereit, deswegen können wir über deren Umfang nichts sagen. Auch standen uns nicht alle Gefechtsarten und Karten, die es in der Pc Version gibt, zur Verfügung, aber dafür konnten wir es spielen bevor es erscheint.

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Fazit:

Man kann Free-to-Play Spiele mögen oder auch nicht, in den meisten Fällen bedeutet Free-to-Play nichts anderes das kein spielerisches Können sondern Geld erforderlich ist. World of Tanks ist hier wieder eine Ausnahme, denn es wird auf die Spielbalance geachtet, und Geld bedeutet hier nicht gleich Abschüsse ohne Ende. Deswegen kann man das Spiel durchaus empfehlen. Es benötigt einfach keine ausgefeilte Grafik, denn der Spaß steht hier an vorderster Front. Die Entwicklung der Fahrzeuge und Klassen sorgt dafür das man am Ball bleibt und es gibt für jeden eine Chance sich verdient zu machen.

Wer also ein Spiel sucht was er länger spielen möchte, bei dem die Action darin besteht zu ermitteln auf welche Arten man seinem Team helfen kann zu Sieg zu kommen und vor allem wer beeindruckt ist von Panzern, der kann sich hier getrost tummeln und wir können sagen es lohnt sich definitiv sich dieses Game an zu schauen.

 

Da wir sehr Fair bleiben möchten wollen wir in der Gesamtbewertung nicht das gleiche System wie bei den „Großen“ anwenden, somit führen wir auch hier ein Schulnotensystem ein. Wir haben bisher noch keine offiziellen Tests von Free-to-play Games gemacht, und bewerten demnach Allgemein nach anderen Spielen ohne etwas zu beschönigen.

Von uns gibt es demnach die Bewertung: Sehr gut. 

Und vielleicht bekommen wir ja von dem ein oder anderen eine Herausforderung? Wir werden es jedenfalls so nebenbei weiterspielen, und unser Magazin ist unser Spielertag, also passt auf ob Ihr uns nicht seht.

„V-Gamers meint: Mit World of Tanks Xbox 360 Edition kommen schwerste Geschütze auf die Konsole (motiviert ungemein)“

Bedanken möchten wir uns hier auch noch bei Potter Photographics der uns beim Zocken fotografiert hat und die Bilder gut umsetzen konnte.

Viel Spaß wünscht Euch die V-Gamers Redaktion.

 

 

getestet und geschrieben von Michael Foidl und Daniel Bachmann

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