The Evil Within 2 The Evil Within 2 – Test

The Evil Within 2 hier erhältlich

(Anmerkung: Das Testexemplar wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Getestet wurde die PlayStation 4 Fassung auf der PlayStation 4 Pro)

 

Als ich das The Evil Within 2 Testmuster in den Händen hielt war ich mir noch etwas unsicher was mich erwarten wird. Immerhin hat der erste Teil die Gemeinde etwas entzweit und klar auch der Vorgänger war ok. Gleich nach den ersten Spielstunden merkte ich dass der Titel einfach besser ist als sein Vorgänger. Warum? Das erfahrt ihr im folgenden Test.

 

Kurz zur Story:

The Evil Within 2

Sebastian greift zu den Waffen

Die Ereignisse von The Evil Within 2 tragen sich drei Jahre nach dem ersten Teil zu. Dabei schlüpft ihr ein weiteres Mal in die Rolle von Sebastian Castellanos, der noch immer mit seinen Dämonen der Vergangenheit kämpft. Zu allem Überfluss glaubt ihm keiner was er im ersten Teil erlebt hat. Außerdem gibt er sich die Schuld an dem Tod seiner sechs jährigen Tochter die den Namen Lily trägt. Diese kam bei einem Brand ums Leben. Dadurch wurde die Familie zerstört. So glaubte seine Ehefrau dass die tote Tochter noch lebt und verschwindet von der Bildfläche. Um das alles zu verarbeiten gibt sich Sebastian dem Alkohol hin. Als er sich wieder einen Drink genehmigt, taucht kurzerhand Kidman auf und erklärt Sebastian dass sie seine Hilfe bräuchte und seine Tochter noch leben würde. Dazu müsste er ein weiteres Mal in den Stem. Natürlich ist Sebastian von der Idee überhaupt nicht begeistert und wird kurzerhand entführt. Als er nach seiner Betäubung aufwacht lässt er sich überreden in den Stem zu gehen. Immerhin motiviert in die Sache seine Tochter zu retten denn diese funktioniert als Kern. Doch wie schon beim Vorgänger ist dieser außer Kontrolle geraten. Somit beginnt ein weiteres Mal eine Odyssee der Schmerzen und Schrecken.

 

 

Steuerung:

The Evil Within 2

Lily trauert um ihren Vater

Gleich zu Beginn des Spiels hat man die Möglichkeit sich zwischen zwei unterschiedlichen Steuertypen zu entscheiden. Alle beide sind recht eingängig und gehen gut von der Hand. Zudem kommt ein verbessertes Deckungssystem zum Einsatz. Somit hat man in The Evil Within 2 die Möglichkeit von Deckung zu Deckung zu manövrieren. Das erleichtert das Schleichen um einiges.  Außerdem hat man die Möglichkeit eine Zielhilfe zu aktivieren. Auf diese sollte man sich aber nicht immer verlassen. Schüsse können nach wie vor ins Leere gehen. Gerade bei stressigen Kampfpassagen ist man samt Zielhilfe überfordert, trotz allem funktioniert diese sehr gut wenn man mal den Dreh raus hat.  Desweiteren gibt es ein Schellwahl Menü das ihr mit den Pfeiltasten auswählt. Hier hat man die Möglichkeit  unterschiedliche Waffen oder Gebrauchsgegenstände per Knopfdruck auszuwählen. Somit kann man sich blitzschnell per Tastendruck heilen oder wechselt die Waffen zwischen Fern oder Nahkampf.

 

Grafik, Technik und Sound:

 

The The Evil Within 2 basiert auf der Hauseigenen Stem-Engine. Diese wurde gegenüber den ersten Teil etwas aufgemotzt und weiß durchaus zu gefallen.  Überall sieht man unterschiedliche Partikel durch das Bild wandern. Gerade wenn man die Taschenlampe anmacht merkt man viele unterschiedliche Details.  Zeilenverschiebungen konnten nicht festgestellt werden. Die Framerate läuft dauerhaft flüssig.  Dafür wirken die unterschiedlichen Gesichter etwas hölzern. Außerdem sind die Haare der unterschiedlichen Charaktere nicht grad das Gelbe vom Ei. Das hat man bei anderen Spielen schon besser gesehen. Trotzdem wirkt das Gesamtbild sehr gut. Gerade in punkto Atmosphäre zeigt sich die Optik vom Besten. Leider trübt leichtes Kanntenflimmern das schöne Gesamtbild, fällt aber kaum ins Gewicht. Die unterschiedlichen Monster schauen hervorragend aus und ja das Blut spritzt wieder in Hülle und Fülle. Aber ab und zu hat man das Gefühl das die Blutfarbe nicht ganz stimmt. Aber wir sind ja im Stem somit sollte man das nicht ganz so genau nehmen.

The Evil Within 2

Sebastian im Todeskampf

Die Ladezeiten fallen zudem kaum ins Gewicht. Öfters nutzt das Spiel dazu eine dunkle Welt die ihr durchqueren könnt. Dort seht ihr Zahlen im oberen Rand. Ist die Prozentzahl auf hundert gestiegen kommt man in einer anderen Umgebung raus. Ich finde das persönlich sehr gut gelöst da man nicht aus dem Spielfluss fällt.

Auch die unterschiedlichen Umgebungen wirken bis auf ein paar Stellen stimmig und wissen dank abwechslungsreicher Gestaltung zu gefallen. Hier hat sich im Gegensatz zum Vorgänger einiges getan.

Die Synchronisation ist wie beim Vorgänger gelungen und weiß zu gefallen.  Einziger Wehrmutstropfen ist hier wenn man den Charakteren Fragen stellt wirkt es so, dass der Text ohne Emotion runter gerattert wird.  Hier hätte man ein wenig mehr Gefühl zeigen können.  Die Musikuntermalung ist absolut gelungen. Man hat treibende Musikstücke die den Stress super unterstreichen. Passend je zur Situation passt sich die Musik perfekt an.

 

Inhalte und Umfang:

 

The Evil Within 2

Sebastian hat Verbündete die ihm helfen

The Evil Within 2 bietet um einiges mehr als der Vorgänger. Gerade die freien erkundbaren Passagen strotzen grad so vor unterschiedlichen Aufgaben. Neben den Hauptmissionen habt ihr die Möglichkeit Nebenmissionen auszuwählen. Diese sollten auch unbedingt absolviert werden. Immerhin bekommt ihr dafür nützliche Utensilien die euch das Leben etwas erleichtern.  Zudem verstecken sich dahinter kleine Story-Happen welche euch einen viel umfangreicheren Eindruck von Stem schildern. Um die Missionen zu finden bedient sich Sebastian eines Kommunikators, welcher unterschiedliche Signale wahrnehmen kann.  Um diesen richtig einzusetzen weißt das Spiel darauf hin das man die Gerätschaft auswählen soll. Sobald ihr ihn in der Hand habt könnt ihr mittels Analogstick die passende Frequenz suchen um die Nebenaufgaben zu lokalisieren. Um diese auch wirklich zu finden erlaubt euch das Spiel das ihr auf der Karte Ziele markieren könnt. Dies klingt aber umständlicher als es im Endeffekt ist. Denn die Bedienung ist sehr simpel gehalten und braucht kaum Zeit.

 

Im Stem gibt es außerdem einiges zu finden. Überall liegen Gegenstände herum welche ihr für unterschiedliche Utensilien braucht. Denn neben der Standard Munition findet ihr zum Beispiel Schießpulver mit dem man verschieden Munitionsarten bauen kann. Des Weiteren kann man Stahlrohre und vieles mehr sammeln um passenden Gegenstände zu konstruieren. Damit wird ein besseres Survival Gefühl vermittelt.  Außerdem verändert sich die Umgebung mit der Zeit. Somit gibt es auch in bekannten Gebieten immer wieder was zu entdecken.

Keine lästigen Streichhölzer mehr:

Einer der größten Kritikpunkte beim ersten Teil war das man Gegner nur komplett ausschalten kann wenn man sie verbrennt. Dies funktionierte mit Streichhölzern die etwas rar gesät waren. Das gehört der Vergangenheit an. In The Evil Within 2 ist es so, wenn ein Kontrahent stirbt bleibt er tot und man kann die grüne Flüssigkeit einsammeln.

The Evil Within 2Wo wir gerade bei der grünen Flüssigkeit waren. Wie schon beim Vorgänger verlieren besiegte Gegner eine glibbrige und klebrige grüne Flüssigkeit.  Diese braucht ihr um eure Fähigkeiten weiter auszubauen.  Dazu gibt es einen größeren Skillbaum als beim Vorgänger. Dieser ist in fünf unterschiedlichen Zweigen unterteilt. Hat man eine Fähigkeit erworben ist das im Spiel mehr spürbar als bei dem ersten Teil.  Doch das ist nicht alles was man aufrüsten kann.  Da wären noch die unterschiedlichen Waffen. Diese könnt ihr auch einer Werkbank weiter ausbauen. Um dies zu bewerkstelligen braucht man Waffenteile die im ganzen Stem verteilt und versteckt sind. Im Allgemeinen sollte man überall genau schauen. Hier gilt es Schubladen zu durchsuchen usw.. Neben fertigen Waffen gibt es in The Evil Within 2 auch defekte Waffen. Um diese zu reparieren solltet ihr die Nebenmissionen abschließen. Denn dort findet man alles was das Waffenherz begeht.  Im Allgemeinen wurde die Waffenpalette etwas nach oben gesetzt.

Den Kommunikator nützt man aber nicht nur um Nebenziele zu lokalisieren. Auch Funksprüche oder Tipps von Verbündeten werden damit eingeholt. Immerhin habt ihr jemanden außerhalb von Stem mit dem ihr Kontakt haltet. Um wen es sich dabei handelt wollen wir wegen Spoilergefahr hier nicht nennen.

Allgemein wirft die Geschichte immer wieder neue Rätsel auf. Somit bekommt man dauerhaft das Gefühl es unbedingt zu lösen.

Leider sind nur sehr wenig Rätsel im Spiel zudem sind sie sehr einfach zu lösen. Hier wäre eigentlich etwas mehr drin gewesen. Diese sind vergleichbar mit dem ersten Teil.

Neben der bloßen Waffengewalt bei Gegnern lohnt es sich des Öfteren mal zu schleichen.  Im Gegensatz zum Vorgänger wurde das verbessert.  Ihr könnt euch nicht nur hinter Wände oder kleine Vorsprünge verschanzen. Auch Sträucher oder hohe Gebüsche dienen zum Schutz suchender Blicke.  Im Gegensatz zum ersten wurde das mit dem Gebüsch besser gelöst. Sobald ihr darin verschwunden seid, seht ihr Sebastian etwas durchsichtig. Somit weiß man gleich dass man in Deckung ist. Um zu wissen dass euch ein oder mehrere Wiedersacher suchen zeigt euch das Spiel in der Mitte vom Bildschirm ein Auge. Leuchtet das auf sind sie aufmerksam. Ist das Auge weit geöffnet wurdet ihr entdeckt.  Dank der offenen Welt ist aber nicht sonderlich schwer normale Gegner abzuhängen.

Auch wie beim Vorgänger haben sich unterschiedliche Endgegner ins Spiel geschlichen. Habt ihr mal die Taktik verstanden sind diese leicht besiegbar. Aber das Problem ist das sie nachdem sie besiegt worden sind auch als normale Kontrahenten auftauchen. Hier lohnt es sich diese zu umgehen was dank der offenen Welt nicht so schwer fällt. Zudem wird es unterschiedliche Tageszeiten im Stem geben. Gerade in der Nacht spielt es sich etwas intensiver. Das liegt aber nicht am Schwierigkeitsgrad denn dieser bleibt in jeder Tageszeit gleich. Vielmehr weil man nicht so weit sieht und dank der Geräuschkulisse leichte Paranoia bekommt. Um euch in Dunklen trotzdem sicher fortzubewegen hat Sebastian eine Taschenlampe, bei der nie die Batterie ausgeht.

 

Auch die Spielzeit kann sich für das Genre sehen lassen. Ihr werdet je nach Vorgehensweise zwischen 16 – 20 Stunden bedient sein. Habt ihr das Spiel erfolgreich absolviert wartet ein Spiel+ Modus auf euch wo ihr alle Fähigkeiten und Waffen des Vorspiels mit dabei habt. Zudem bekommt ihr dazu noch weitere Sachen dazu. Dies motiviert zu mehrmaligen Durchspielen. Gerade beim ersten Mal vergisst man dank des großen Umfangs gerne mal eine Nebenmission oder findet mal ein wichtiges Waffenteil nicht.  Außerdem gibt es im sicheren Zimmer von Sebastian ein lustiges Schuss Spiel das die betrübte Stimmung etwas auflockern kann.

Fazit:

The Evil Within 2

Groteske Monster gehören zur Tagesordnung

Als ich das Testmuster von The Evil Within 2 in die Finger bekam war ich unsicher ob die neuen Features mit dem altbewährten zusammenpassen. Doch nach ein paar Stunden konnte ich mich gar nicht mehr von dem Spiel losreißen. Das liegt vor allem an der motivierenden Geschichte die den einen oder anderen AHA-Effekt mit sich bringt. Immer wieder habe ich mich dabei erwischt, die Gebiete intensiv zu erforschen, da man wirklich brauchbare Sachen abstaubt. The Evil Within 2 ging einen schmalen Grad um es jedem recht zu machen und das hat es meiner Meinung nach mit Bravour geschafft. Dank der unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade dürfte jeder Spieler auf seine Kosten kommen.  Ich für meinen Teil werde es bestimmt noch mehrmals durchspielen und das kann ich von den meisten Spielen aus dieser Generation nicht behaupten.  Auch der Grad zwischen Schleich und Schusspassagen wurde sehr gut ausbalanciert. Zudem gefällt mir die Monstergestaltung des zweiten Teils besser als beim ersten. Außerdem kommen auch Splatterfans auf ihre Kosten den es gibt einige Szenen wo die unterschiedlichen Teile fliegen. Auch gefällt es mir wieder mal ein Third Person Horrorspiel zu testen. Gerade wo heute jeder auf First Person setzt ist das Spiel eine gelungene Abwechslung. Irgendwie kam bei mir ein gutes Nostalgie Gefühl auf, da ich mich in einer Mischung zwischen den alten Silent Hills und Resident Evil befand – nur mit frischen Schleicheinsätzen die tatsächlich funktionierten.  Einziger Wermutstropfen von mir war, dass ich zu wenig und zu einfache Rätsel hatte. An dieser Stelle hätte ich mir mehr gewünscht.

Good

  • Zwei Auswahlmöglichkeiten
  • Gelungene Schnellauswahl
  • Stimmige Kulisse
  • Sehr gutes Monster Design
  • Tolle Licht und Schatten
  • Keine Zeileneinbrüche
  • Läuft immer flüssig
  • Sehr gute Syncro
  • Gute Schuss und Umgebungsgeräusche
  • Gelungene Begleitmusik
  • Faire Checkpoints
  • Abwechslung bei den Szenarien
  • Gelungene Geschichte
  • Vieles zum Aufrüsten
  • Neues Spiel Plus
  • Sinnvolle Nebenmissionen
  • Sehr lange Spielzeit für das Genre

Bad

  • Schleichen anfangs gewöhnungsbedürftig
  • Teilweise leichtes Kannten flimmern
  • Gesichter und Haare wirken etwas schwach
  • Wenn man Fragen stellt wirken die Antworten etwas emotionslos
  • Rätsel zu wenig und zu leicht
9

Genial

Lost Password

Sign Up