Nintendo Switch Live-Event München 2017

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Nintendo Switch – Unsere Ersteindrücke vom Live-Event in München 2017

V-Gamers war für euch live vor Ort!

Nintendo Switch – Unsere Ersteindrücke vom Live-Event in München 2017

V-Gamers war für Euch auf dem „Nintendo Switch“-Event in München, um das erste Mal selbst Hand an die am 03. März 2017 erscheinende neue Nintendo-Konsole zu legen.Doch was hat die Switch, was die Wii U nicht hat und wie schlägt sich das neue Nintendo-Flaggschiff beim ersten Eindruck? Was bei der Kaufversion in der Packung sein wird und wie unser Ersteindruck war, erfahrt Ihr im folgenden Artikel – denn wir haben bei Nintendo der Switch selber auf den Zahn gefühlt und konnten dabei einige bisher unbeantwortete Fragen lösen.

Handheld und Heimkonsole in einem

Auf dem Event in München bot Nintendo den eingeladenen Besuchern die Möglichkeit, sich das erste Mal richtig mit der Technik und Haptik der Nintendo Switch vertraut zu machen. Zusätzlich wurde eine ersten Auswahl von Spielen für die kommende Konsole präsentiert, die mal mehr mal weniger auf die neuen technischen Finessen zugeschnittene Funktionen bieten werden. Nachdem V-Gamers erste Eindrücke gesammelt hat, haben wir Euch die wichtigsten technischen Details sowie die Meinungen der Redaktion zusammengefasst.

JoyCon vs. Pro Controller – Die Eingabegeräte

Die Nintendo Switch kommt beim Verkauf direkt mit einem paar Joy-Cons, die am ehesten an eine Weiterentwicklung der klassischen Wii-Mote-/Nunchuck-Kombination erinnert. Zusammen können die Joy-Cons an den Bildschirm der Switch geklippt werden und fungieren so als Eingabegeräte im mobilen Handheld-Modus. Alternativ dazu kann je ein Joy-Con wie eine Wii-Mote und ein Nunchuck in jeder Hand gehalten werden oder per Joy-Con-Aufladehalterung (Kostenpunkt: ca. 30€) wie ein klassischer Controller genutzt werden. Wer hingegen direkt ohne weitere Ausgaben einem heißen Schlagabtausch im Splitscreen entgegenfiebert, kann auch die Joy-Cons von einem Gerät teilen und diese, ähnlich wie beim Wii-Mote Horizontalmodus als Controller für zwei Spieler nutzen.

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Der Switch Pro-Controller – Für Core Gamer fast eine Pflicht!

Als Alternative hierzu gibt es den bereits durch Wii und Wii U etablierten Pro-Controller für knapp 70€. Während der Pro-Controller sehr komfortabel in der Hand liegt und durch sein angenehmes Gewicht auffällt, fallen die einzelnen Joy-Cons leider etwas unangenehmer auf. Gerade Spieler mit größeren Händen werden relativ schnell merken, dass die Abstände der Analogsticks zu den Daumen für sie etwas zu klein bemessen sind. Noch stärker merkt man das, wenn man mit einem einzelnen Joy-Con-Element spielt. Zwar haben wir in unserer Testsession dadurch nicht aus Versehen mehrere Tasten gleichzeitig gedrückt, aber man merkt nach längeren Spielsessions, wie sich Hand und Fingergelenke leicht verkrampfen. Für Kinderhände und Menschen mit sehr kleinen Händen dürfte das weniger ein Problem sein, für erwachsene Langzeitzocker empfehlen wir aber definitiv den Kauf eines Pro-Controllers!

Mobile Leistungsfähigkeit

Der 6,2 Zoll große, touchfähige LCD-Screen der Handheld-Einheit, welche im Kern auch die eigentliche Konsole darstellt, verfügt intern über eine Auflösung von 720p (Anmerkung der Redaktion: Die PlayStation Vita bietet eine Auflösung von 960 × 544 Pixel bei einer Pixeldichte von 220 ppi). Der Wechsel zwischen dem stationären und mobilen Modus erfolgt dabei stufenlos innerhalb von Sekunden, indem die Handheld-Einheit aus der TV-Dockingstation, die per HDMI-Kabel das Bild auf den heimischen Fernseher zaubert, herausgenommen wird. Die Dockingstation soll eine verbesserte Performance erlauben, den die lose Handheld-Einheit so nicht erreichen kann, konkrete Einbußen der Leistungsfähigkeit konnte beim Testen von Mario Kart 8 jedoch bisher nicht festgestellt – das Spiel lief sowohl im gedockten, als auch im mobilen Modus stets flüssig – auch im Splitscreen mit zwei Spielern (Anmerkung der Redaktion: Leider konnten wir bisher noch keinen Titel mit mehr als zwei Spielern an einem Bildschirm antesten). Die Laufzeit des eingebauten Akkus, der durch ein handelsübliches USB-C-Kabel geladen wird, unterscheidet sich je nach Auslastung der Konsole von Spiel zu Spiel und reicht von zweieinhalb bis sechs Stunden. Das Display verfügt über eine hohe Pixeldichte, die für ein äußerst knackiges Bild auch bei schnellen Bewegungen sorgt. Zudem ist es aus so ziemlich jedem Blickwinkel gut einsehbar und spiegelt nicht – ein großer Pluspunkt für ein mobiles Gerät! Aufgrund der doch relativ geringen Bildschirmgröße ist eine Splitscreen-Darstellung jedoch eher weniger empfehlenswert – für kurze, spontane Mehrspieler-Sessions unterwegs taugt das Display aber mehr als genug. Als bessere Alternative sollte man jedoch wenn möglich auf eine lokale AdHoc-Verbindung von mehreren Switch-Konsolen setzen, bei welchem jeder Spieler seinen eigenen Bildschirm zur Verfügung hat.

Das Innenleben

Unter der Haube der Switch wird bisher ein Tegra-X1-Prozessor mit einer Geschwindigkeit von 1020 Mhz vermutet. Diese bleibt sowohl im stationären als auch im mobilen Modus gleich. Der mobile Grafikprozessor wird von Nvidia bereit gestellt basiert auf der aktuellen GeForce-Architektur und bietet 307,2 MHz im mobilen und bis zu 768 MHz im stationären Modus. Damit steigert sich die Gesamt-Leistung gegenüber der Wii U, bleibt aber deutlich hinter der Konsolen-Konkurrenz Playstation 4 und Xbox One zurück. Fraglich ist bislang, ob sich Entwickler sich die Mühe machen werden und Spiele für den stärkeren stationären Modus anpassen oder sich eher am mobilen Modus orientieren werden. Eine dynamische Anpassung der Spieledetails oder der ausgegebenen Auflösung dürften hier die gängisten Mittel für eine Anpassung werden.

Der Speicher

Mit lediglich 32 GB fällt der intern fest verbaute Speicher der Nintendo Switch leider ebenso wie bei der Wii U sehr gering aus. So wird der Speicher nach der Installation des Start-Titels The Legend of Zelda: Breath of the Wild direkt halbieren. Zum Glück erlaubt Nintendo hier jedoch eine schmerzfreie Nachrüstung per MicroSDXC-Karten, welche eine Kapazität bis zu 2TB besitzen. Zusätzlich können im stationären Modus ähnlich wie bereits bei der Wii U externe USB-Festplatten als zusätzliche Speichererweiterung eingesetzt werden.

Die Anschlüsse des Docks

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Zu sehen: HDMI, USB und AC Ports, sowie ein geheimnisvoller Schlitz…

Das Dock der Nintendo Switch verfügt über drei USB-Ports. Zwei USB-2.0-Ports befinden sich links außen am Gehäuse, ein weiterer USB-3.0-Port ist auf der Rückseite neben HDMI- und Stromanschluss angebracht. Vor den weltweiten Live-Events diskutierte die Fachpresse über einen möglichen

Zwecks eines zusätzlichen Schlitzes, welcher von Nintendo bislang nicht konkret kommentiert wurde. Sollte dies der erste Erweiterungsport seit der Nintendo Gamecube sein? Unser Redakteur Lars ging der Sache nach, doch was er dabei herausfand war – gelinde gesagt – recht ernüchternd. Es handelt sich hierbei lediglich um einen Lüftungsschlitz, der die Abwärme der Handheld-Einheit aus dem Geäuse nach draußen ableitet! Schade, aber dennoch gut, dass eine Nintendo Switch so nicht direkt dem frühen Hitzetod sterben wird.

Speichermedium und Spiele

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Die neuen Switch Spielmodule sind recht winzig

Als Speichermedium greift Nintendo auf eine Technik zurück, die bereits in ähnlicher Ausführung in 3DS und PlayStation Vita zum Einsatz gekommen ist: Die kleinen Speicherkarten sind zurück! Diese sind etwas kleiner als Module des 3DS und erinnern auf den ersten Blick auch mehr an Spiele für Sonys Handheldkonsole. Die Vorteile gegenüber optischen Medien sind geringere Ladezeiten und eine höhere Schadensresistenz, die besonders im mobilen Betrieb ein Problem darstellen könnte (Anmerkung der Redaktion: Paradebeispiel: UMDs der PlayStation Portable!). Zur Speicherkapazität wurde noch nichts konkretes bekanntgegeben, da inzwischen aber sowohl preislich als auch technisch einige Fortschritte bei der Entwicklung dieser Speichermedien gemacht wurden, dürfte diese weit über der eines klassischen 3DS- oder PS-Vita-Moduls liegen.

Zur Veröffentlichung der Konsole sind bereits 11 Titel angekündigt worden, tendenz steigend. Laut Nintendo sollen aktuell mehr als 80 Titel in Entwicklung sein. Spiele wie 1-2-Switch, Bomberman R und The Legend of Zelda: Breath of the Wild sind nach wie vor Exklusivtitel von Nintendo, ab er auch eine Reihe weiterer Games von renommierten Entwicklerschmieden wurden angekündigt. Die Erscheinungszeiträume weiterer Nintendo-only-Perlen können aus folgender Grafik entnommen werden.

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Nintendo Switch – Unsere Ersteindrücke vom Live-Event in München 2017
Michael Foidl
editor-in-chief

Ultra Street Fighter II – Klassiker neu aufgelegt

Wir durften uns an Street Fighter 2 versuchen. Dabei nutzten wir den neuen Pro Controller der gut in der Hand liegt und definitiv eine Verbesserung gegenüber den vorherigen ist. Beim Spiel selbst hat sich nichts verändert und es schaut zudem klasse aus. So können wir zwischen dem klasssichen Grafikmodus der Supernintendo, sowie neuen HD-Sprites hin und herschalten. Außerdem bemerken wir eine neue Energieanzeige am unteren Rand des Bildschirms, die sich leert, wenn wir dem Gegner unsere Hadouken um die Ohren klatschen. Auch erspähen wir neue Charaktere, wie Violent Ken. Wenn man sich mal wieder an die Geschwindigkeit gewöhnt hat erzielt man wie früher die gewünschten Ergebnisse. Was wir bisher hier gesehen haben, hat uns sehr gut gefallen und wir sprechen hiermit eine Kaufempfehlung für alle Fans des Fighting Game Genre. Gerade für jüngere Kader, welche das Super Nintendo verpasst haben, ist es eine gute Gelegenheit ein Stück Spielgeschichte nachzuholen.

Nintendo Switch – Unsere Ersteindrücke vom Live-Event in München 2017
Dominik Briem
editor

ARMS – Wii-Boxen auf Steroiden

Oft wird Nintendo vorgeworfen, dass Sie sich nur auf ihren Lorbeeren ausruhen und zu wenig neue Franchises präsentieren. Auf der Wii U schob Nintendo diesem Klischee mit Splatoon einen Riegel vor. Jetzt setzt Nintendo nach und veröffentlicht den Boxtitel ARMS. Dabei trägt das Charakterdesign wieder den markanten Nintendo-Charme. Zum Gameplay sei gesagt, dass diejenigen, welche, das Boxen-Minispiel bei „Wii-Sports“ gespielt haben, sich bei ARMS schnell zurechtfinden werden. Ihr haltet die Joy-Cons wie eine Wii-Mote und Nunchuck. Durch das neigen der Joy-Cons bewegt Ihr euch durch die dreidimensionale Arena. Kombiniert ihr Armbewegungen mit dem Druck von bestimmten Tasten, so könnt Ihr springen, zur Seite hechten oder sogar die Richtung eures Schlages ändern, wenn ihr euren Arm beim ausholen leicht verdreht. Über ARMS kann man sagen, dass es schnell zu lernen, aber schwer zu meistern ist. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit die Bewegungssteuerung abzuschalten. Das wäre zum Beispiel eine Option für Turnierspieler, die Wert auf höchste Steuerungspräzision legen. Im folgenden Video könnt Ihr einen näheren Blick auf unsere beiden Redakteure riskieren, die das Spiel für euch testen.

Nintendo Switch – Unsere Ersteindrücke vom Live-Event in München 2017
Sergej Huss
editor

1-2-Switch – HD-Vibration ermöglicht einzigartiges Spieleerlebnis

Was „Wii-Sports“ für die Wii und „Nintendoland“ für die Wii-U war, ist 1-2-Switch für Nintendos neustes Gerät – die Nintendo Switch. Eine solche Minispielsammlung hat immer dazu gedient um die Spieler mit der Bedienung der neuen Controller vertraut zu machen. Während in bisherigen Steuergeräten meistens zwei Vibrationsmotoren in den Griffstücken verbaut sind, erhöht Nintendo diese Zahl drastisch. Um Spielern einen ersten Eindruck von den Möglichkeiten der Joy-Cons zu geben , wurde 1-2-Switch in München gleich mit mehreren Stationen zum anspielen präsentiert. In diversen Minispielen wie einem Wildwest-Duell oder Tresorknacken geht es darum die Reflexe und das Feingefühl miteinander zu messen. Einen Bildschirm braucht man dabei meistens nicht, denn man soll seinen Mitspieler stets im Blick behalten.

Nintendo war schon immer gut darin leicht zugängliche Spielekonzepte zu entwickeln, womit sie einen direkten Draht zu den Spielermassen aufbauen konnten. Dies ist bei 1-2-Switch nicht anders. Die HD-Vibration sorgt zunächst für Staunen und dann für einen intuitiven Einstieg, so dass die allermeisten sich nach kurzer Zeit beim Spielen wie ein Fisch im Wasser fühlen. Gerade auf Parties wäre die Spielesammlung eine willkommene Abwechslung, da es bei 1-2-Switch stets möglich ist die Joy-Cons aufzuteilen und der Switch-Bildschrim überall aufgestellt werden kann. Sollte Alkohol mit im Spiel sein, empfehlen wir wärmstens die Handschlaufen extra genau festzuziehen, damit die Joy-Cons nicht zu gefährlichen Wurfgeschossen werden! Bitter dagegen ist die Tatsache, dass 1-2-Switch nicht im Lieferumfang der Nintendo Switch dabei ist, sondern für eine UVP von 49,90€ gekauft werden muss. Wir finden es schade, dass Nintendo mit der Tradition der zur Konsole beigelegten Spiele bricht. So war zum Beispiel „Wii-Sports“ ein wesentlicher Faktor für den starken Erfolg der Wii unter den Gelegenheitsspielern. Als Konsolenbeigabe wäre 1-2-Switch sicher ein starker Kaufanreiz gewesen, so muss man es sich aber genau überlegen ob diese Sammlung aus insgesamt 8 kurzen Spielen tatsächlich den Vollpreis von fast 50€ auch wert ist.

Zelda: Breath of the Wild – 20 Minuten angezockt!

Knapp vier Jahre warten Fans nun schon auf The Legend of Zelda: Breath of the Wild, seit es zum ersten Mal im Januar 2013 für die Wii-U angekündigt wurde. Lange gab es in der Fachpresse widersprüchliche Meldungen zum Erscheinungstermin des Titels. Einige Zeit lang hieß es, dass Breath of the Wild zum Zwecke der Qualitätssicherung nicht zeitgleich zur Switch am 03. März 2017 erscheinen wird. Nintendo hat es aber dennoch geschafft den lange erwarteten Titel pünktlich zum Start der neuen Konsole zu liefern. Als einer der am meisten erwarteten Titel des Jahres 2017 hatte Breath of the Wild mit über 15 Spielstationen deswegen auch eine ordentliche Präsenz auf dem Switch-Live-Event. V-Gamers konnte sich, trotz großen Andrangs, einen Platz sichern und erste Schritte mit Link machen. Unsere Eindrücke wohlen wir euch natürlich nicht vorenthalten!

So ist die Größe und die zahlreichen spielerischen Möglichkeiten der neuen offenene Spielewelt für diese Spielreihe bisher ungewohnt, macht aber auf Anhieb Spaß. Dazu gesellt sich ein umfangreiches Inventar- und Kraftingsystem, welches in dem Umfang für Zelda auch nocht nicht gab. Wir hätten gerne noch weiter Hyrule erkundet und ausprobiert, was für Blödsinn man noch so anstellen kann, aber das 20 Minuten Zeitlimit machte uns einen Strich durch die Rechnung. Breath of the Wild macht definitiv Lust auf mehr und ist ein Pflichtkauf für alle, die sich die Nintendo Switch schon am 03. März holen wollen! Mit Aussagen über die Wii U Version hielt sich Nintendo bisher noch zurück.

Fast RMX – Future-Racing made in Munich

Fast RMX ist die Nintendo Switch Neuauflage des erfolgreichen Fast Racing Neo des Münchener Entwicklers Shin’en Multimedia. Das Entwicklerstudio wurde 1999 von Mitgliedern der Demoszene gegründet und hat seitdem fast ausschließlich als Third Party Entwickler für Nintendo gearbeitet. Das 2015 erschienene Fast Racing Neo war einer der erfolgreichsten Titel des Wii U eShops. Deswegen bekam es auch, als einer der wenigen digitalen Titel, 2016 sogar eine Veröffentlichung als physische Retailversion spendiert. Eine besondere Bedeutung hat Fast RMX auch deshalb, weil es ein frischer Beitrag zum Future-Racing Genre ist. Dieses war um die Jahrtausendwende äußerst beliebt und bescherte beliebte Titel wie F-Zero GX, Wipeout oder Extreme-G. Doch leider wurde es in den letzten Jahren stiefmütterlich behandelt und es erschienen kaum neue Titel, die Fans Nachschub boten.

Wie in seinen Genrevorgängern, rast ihr auch in Fast RMX mit wahnwitzigen Geschwindigkeiten über Rennstrecken, die der Gravitation strotzen. Energiestreifen auf dem Boden laden eure Turboanzeige auf und Beschleunigungsstreifen schleudern euch über weite Abgründe. Soweit die bewährte Standardformel. Fast RMX fügt dem Ganzen noch eine einzigartige Mechanik hinzu. Ihr könnt jederzeit die Farbaura eures Gleiters wechseln, denn die vorher erwähnten Streckenelemente nutzen euch nur dann, wenn ihr mit der richtigen Einstellung über sie schwebt. Habt ihr dagegen die falsche Farbe, bringen Energiefelder euch nichts und Turbostreifen bremsen euch sogar aus. Abgerundet wird das ganze Erlebnis schließlich durch einen treibenden, elektronischen Soundtrack. Wir durften vor Ort mit Bernhard Wodok ,einem der beiden Gründerväter von Shin’en Multimedia, sprechen. Im folgenden Interview besprechen wir mit Bernhard die Unterschiede zu Fast Racing Neo, sowie den Einflüssen seiner Erfahrungen in der Demo-Szene auf die Entwicklung von Fast RMX.

Nintendo Switch – Unsere Ersteindrücke vom Live-Event in München 2017
Lars Konrad
senior editor

Sonic Mania – Nach Jahren der Identitätskrise die Rückkehr zu den Wurzeln

Sonic Mania ist einer jener modernen Retro-Titel, von denen man auf den ersten Blick nichts besonderes erwartet, aber mit der Zeit immer weiter hineingesaugt wird. Neckisch präsentiert sich der neueste Spross der Sonic The Hedgehog-Reihe als klassisches Retro-Game: Pixel-Look statt Hochglanz-Polygone, der an den klassischen 90s-Sonic erinnernde Logo und aus dem Augenwinkel so gar kein Spiel, welches man im Jahre 2017 für eine neue Konsole erwarten würde. Auch die Steuerung erinnert sehr an die besten Zeiten, die der blauen Igel,  bis Mitte der 90er erleben durfte: Sonic hat immer genau das richtige Momentum – ob bei schnellen High-Speed-Passagen oder bei punktgenauen Sprünge zwischen Plattformen – zu keiner Zeit habe ich das Gefühl, den blauen Blitz nicht unter Kontrolle zu haben. Spätestens im zweiten der beiden auf dem Event spielbaren Level fallen bei weiterer Betrachtung immer mehr die subtil auf das 90er-Gerüst aufgebauten Detailverbesserungen auf. Zwar wurden die unterschiedlichen Schutzschilde aus Sonic The Hedgehog 3 übernommen und in ihrer Funktion auch nicht verändert, ihre Funktion ergänzt sich aber sehr gut mit komplett neuen Elementen, etwa dem Drop Dash, der den Übergang von Sprung- zu Dash-Angriff noch flüssiger gestaltet. Auch optisch zeigen sich in den neuen Abschnitten viele kleine Spielereien, etwa zusätzliche Parallax-Ebenen, semitransparente Objekte und natürlich eine zeitgemäße Darstellung im Widescreen-Format. Ansonsten ist Sonic Mania wohl endlich die logische Fortführung der Meisterklasse, für die der blaue Blitz bis Sonic CD bekannt war. Ich freue mich nun jedenfalls schon sehr darauf, nicht nur mit dem Igel Sonic sondern auch mit seinen Freunden Tails dem Fuchs und dem Ameisenigel Knuckles die neuen Welten von Sonic Mania zu erkunden. Das Potential, um endlich das angekratzte Image der Reihe wieder auf Hochglanz zu polieren, ist jedenfalls schon jetzt deutlich spürbar!

Mario Kart 8 Deluxe – Guter Port mit wenig Neuerungen

Nintendo-Fans können auch auf der Switch bald wieder in packenden Rennen gegeneinander antreten, denn Mario Kart 8 erscheint hierfür in einer Deluxe-Version! Neben dem Hauptspiel Mario Kart 8 wurden der Deluxe-Edition alle DLCs spendiert und auch einige neue Karten, die thematisch an Splattoon 2 angelehnt sind, sind mit im Paket dabei. Das Highlight dürften aber die überarbeiteten „Battle Arenas“ sein, die nun endlich nicht nur einem Rundkurs entsprechen, sondern den alten Kampf-Arenen aus vergangenen Zeiten entsprechen. Auf dem Event konnten wir hier einen kleinen Einblick erhaschen und sind angetan. Warum nicht direkt so, Nintendo? Schön, dass auch die ganzen DLCs direkt auf dem Modul mit am Start sind, einen großen Mehrwert für Besitzer der Wii-U-Fassung konnten wir abseits der Tragbarkeit der Switch-Konsole aber nicht finden. Immerhin läuft das Spiel nun zu jederzeit butterweich mit 60 Bildern die Sekunde – die in der Wii-U-Fassung manchmal auftretenden Micro-Ruckler sind Geschichte. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Performance auch im Vierspieler-Splitscreen-Modus beibehalten wird. Wii-U-Spieler mussten hier leider immer mit 30 Bildern die Sekunde auskommen. Trotz aller Kritikpunkte ist Mario Kart 8 auch in der Deluxe-Version noch immer einer der besten Vertreter der langlebigen Kartracer-Reihe, den kein echter Fan von flotter Rennaction verpassen sollte – ein richtiger Nachfolger wäre aber noch schöner gewesen.

Abschließend könnt Ihr hier die Meinungen der einzelnen Redakteure zur Nintendo Switch betrachten:

Nintendo Switch – Unsere Ersteindrücke vom Live-Event in München 2017
Sergej Huss
editor

Das Positive vorweg: Nintendo hat eine Menge eindrucksvoller Technologie in ihre kleinen Joy-Con Controller gepackt. Das HD-Vibrationskonzept habe ich vorher so noch nie erlebt. Stellt sich nur die Frage ob diese Neuerung in den zukünftigen Spielen auch sinnvoll umgesetzt wird oder zum bloßen Gimmick, wie der Touchscreen der Wii U, verkommt. Da ich große Hände habe, empfand ich die Joy-Cons als etwas unergonomisch. Mit ihrem Launchtitel Line-Up konnte mich Nintendo leider nicht aus dem Häuschen locken. The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist zwar ein eindrucksvoller Open-World Titel, ist jedoch nicht exklusiv. Als Core-Gamer reißt mich 1-2-Switch für den Preis von knapp 50€ auch nicht vom Hocker. Fairerweise sei hier gesagt, dass auch die Konkurrenz bei dieser Konsolengeneration ein, in meinen Augen, recht schwaches Starttitel-Lineup hatte. Ich werde die Nintendo Switch auf jeden Fall im Auge behalten, werde allerdings abwarten was sich an der Front des Third Party Supports tun wird.

Nintendo Switch – Unsere Ersteindrücke vom Live-Event in München 2017
Lars Konrad
senior editor

Mit dem Display der Handheld-Einheit macht Nintendo jede Menge richtig: Der Bildschirm ist auch bei schnellen Spielen (Mario Kart 8, Splatoon 2, etc.) scharf und bietet auch im mobilen Modus wunderbar leuchtende Farben, ohne zu Spiegeln oder an Kontrast zu verlieren. Da ist auch die relativ geringe Auflösung von 720p kein Problem mehr! Die Joy-Cons konnten mich für klassische Spiele jedoch noch nicht überzeugen, punkteten aber, wenn sie wie seinerzeit als Wii-Mote und Nunchuck-Kombination verwendet wurden. Eine bessere Bewegungssteuerung durch die optimierten Gyrosensoren und ein realistisch anmutendes haptisches Feedback durch HD-Rumble konnten im Praxistest überzeugen. Aber auch der Pro-Controller ist ein richtig schönes Stück Hardware geworden. Er fühlt sich wertiger an als noch die Varianten für Wii und Wii U und erinnert dabei beinahe schon an einen nahen Verwandten des Xbox-One-Controllers. Schade jedoch, dass die Trigger wohl auch wieder nur digital und nicht analog sein werden.

Nintendo Switch – Unsere Ersteindrücke vom Live-Event in München 2017
Michael Foidl
editor-in-chief

Ich muss hier ganz ehrlich sagen, dass mich am meisten das HD-Vibrationskonzept überzeugt. Hier merkt man bei gewissen Mini-Spielen wirklich jede Bewegung. Zudem gefällt mir das Display sehr gut. Hier wurde eine sehr gute Arbeit geleistet. Weder Spiegelungen, noch irgendwelche Verwischeffekte bei schnellen Spielen. Auch mit den 720p kann ich mich, trotz geringer Auflösung, anfreunden. Aber mir gefallen beim neuen Controller die versetzten Analogen nicht da sie zu weit auseinandergesetzt wurden. Auch kommen mir die Knöpfe etwas zu klein vor. Diese sind gleich groß wie beim herkömmlichen 3DS. Gut gelungen ist auch die Umschaltsequenz zwischen Bildschirm und TV. Dabei geht das alles unter 3 Sekunden und läuft ruckelfrei weiter. Trotz allem frag ich mich ob der Preis gerechtfertigt ist. Immerhin spielt man gerade bei den Nintendo Konsolen gerne den lokalen Multiplayer. Aber ein Controller kostet knapp 70 Euro. Zudem kommt noch dazu das ich gerade für Kampfspiele einen Pro-Controller brauche da ich auf dem neuen kein digitales Steuerkreuz habe. Wenn man alles hochrechnet, kommt neben den knapp 330 Euro noch einiges dazu um das Wohnzimmer mit grinsenden Gesichtern zu füllen.

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