Eventbericht: V-Gamers vor Ort auf der PlayStation Experience 2017 in München - V-Gamers - Das Gamer Magazin

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Eventbericht: V-Gamers vor Ort auf der PlayStation Experience 2017 in München

Was für neue Titel bietet Sony uns im Jahr 2017?

Playstation Experience

Traditionelle Titel werden wieder dominanter

Lag der Fokus von Sonys Presse-Event letztes Jahr noch ganz auf der damals neuen Playstation VR-Technologie, so widmete Sony sich heuer wieder eher der Vorstellung der traditionelleren Spiele. Vertreten waren unter Anderem Prey, Crash N. Sane-Trilogie, Tekken 7, Wipeout Omega Collection oder Gran Turismo Sport. Auch die Indies kamen nicht zu kurz und Titel wie Little Nightmares oder Shadow Tactics durften angespielt werden. Jedoch gab es auch einige Fortschritte im Bereich Playstation VR zu verzeichnen. War einer der Kritikpunkte an der PlayStation Experience 2016, dass die damals vorgestellten VR-Titel zum größten Teil nur nette aber kurze Erlebnisse in Minispiel-Länge waren, gab es dieses Jahr endlich ein paar vollwertige VR Titel. Farpoint, Gran Turismo Sport – VR Modus und Ace Combat 7 waren hier eindeutig die Stars des Events. Unsere gesammelten Eindrücke über Sonys Line-up 2017 könnt ihr im folgenden nachlesen!

Prey – Weltraumhorror mit guten Vorbildern

Prey

Die geisterhaften und bizarren Typhoon machen euch in Prey das Leben zur Hölle!

Prey von Arkane Studios (Dishonored, Dark Messiah of Might and Magic) war einer der großen Hype-Titel auf der diesjährigen PlayStation Experience. Letztes Jahr durfte ich bereits auf der gamescom einer Präsentation beiwohnen und schon da bekam ich einige Déjà-vu Erlebnisse. Spieler älterer Baujahre werden sofort bemerken, dass das Gameplay und die Inszenierung an altehrwürdige Genre-Urgesteine wie Half Life oder System Shock 2 erinnert. Meine Erinnerungen wurden aber auch an etwas obskurere First-Person-Shooter, wie Geist für die Gamecube, geweckt. Schließlich wirken die erschreckend ruhigen Abschnitte im Vakuum des Weltraums, wie aus einem Dead Space 2. Doch genug mit der Erinnerungsschwelgerei! Wird das neue Prey, welches einen Neuanfang der 2006 begonnenen Reihe darstellt, den Erwartungen gerecht? Nach einer halben Stunde Spielzeit konnte ich mir einen ausführlichen ersten Eindruck bilden und dieser gibt ein kurzes und klares „Ja!“.

Ich beginne das Spiel mit einer Entscheidung, die im bisher veröffentlichten Pressematerial unterschlagen wurde: Der Hauptcharakter Morgan Yu kann sowohl weiblich als auch männlich sein. Nachdem ich Morgans luxuriöses Dachloft erkundet habe, steige ich in einen Hubschrauber, der mich zu einem Labor bringt. Während der Flugsequenz, die sich ohne Cutscene-Unterbrechungen in den Spieleverlauf eingliedert, werden die Namen der beteiligten Entwickler eindrucksvoll in die Hintergrundkulisse eingeblendet. Dies ist die zuvor erwähnte Anspielung an Half Life mit seiner hochgelobten Einstiegssequenz. Im Labor angekommen, muss ich ein paar eher lächerlich-wirkende Tests über mich ergehen lassen, die mich mit der Steuerung vertraut machen sollen. So weit so gut! Doch schon sehr bald beginnt die sprichwörtliche Kacke zu dampfen an.

Prey

Die GLOO-Kanone hat vielfältige Einsatzmöglichkeiten!

Ich mache die Bekanntschaft mit den surreal wirkenden, schattenhaften Typhoon. Netterweise sammle ich auch gleich meine erste Waffe, die Rohrzange „Heffy“ ein, mit der ich mich kurzfristig gegen die Scheusale wehren kann. Da diese alleine mir aber nicht wirklich gegen die etwas größeren Brocken hilft, finde ich kurz danach auch die GLOO-Kanone mit der ich alles um mich herum mit einer Bauschaum-ähnlichen Substanz vollkleben kann. Damit sind die sehr wendigen Typhoon schon wesentlich angenehmer zu verdreschen. Im weiteren Verlauf meiner Test-Session erschließe ich ein weitläufiges Gebiet der Weltraum-Station Talos I mit zahlreichen Nebenpfaden und alternativen Wegen. Verschlossene Türen lassen sich hacken, jedoch führt oft auch ein Lüftungsschacht zum Ziel. Etwas ungewöhnlichere Lösungsansätze bietet mir die GLOO-Kanone mit der ich kurzfristig Brücken über lange Abgründe bauen kann. Mit dieser Methode umgehe ich z. B. einen Raum voller Typhoon und gelange unbeschadet und mit ausreichend Munition an mein Ziel.

Über die Grafik auf der Playstation 4 lassen sich noch keine Aussagen treffen, da die sechs Teststation über gut versteckte PCs liefen, was ich durch die Tastatur-Einstellungen im Optionsmenü erkannte. Trotz dessen machte diese erste halbe Stunde mir Lust auf mehr!

Playstation Experience
Sergej Huss
editor

Ersteindruck

Der altbackene Spruch „Besser gut geklaut, als schlecht erfunden!“ wird Prey, dem neuen Titel der Dishonored-Macher Arkane Studios einfach nicht gerecht. In Prey beweisen die Jungs wieder einmal ihr Talent für First-Person-Actiontitel und sinnvolles Leveldesign. Beeindruckende Kulissen reihen sich an gut inszenierte Schockmomente. So kann die Gestaltwanderklasse der Typhoon – die Mimics – das Aussehen kleiner Gegenstände annehmen. Es kommt zu spannenden Situationen voller Paranoia, wenn eure Gesundheit stark angeschlagen ist und ihr das rettende Medipack seht, ihr aber auch nicht ganz ausschließen könnt, ob es nicht ein Mimic ist, der auf euch lauert. Prey hat auf jeden Fall das Zeug einer der besten Titel des Jahres 2017 zu werden!

Playstation Experience
Lars Konrad
senior editor

Ersteindruck

Arkane Studios ist besonders für ihr ausgefeiltes Nahkampf-System bekannt. Auch das findet sich in abgewandelter Form in Prey wieder. Jedoch sind besonders die anderen Einflüsse (Hallo Half-Life! Wie geht’s denn so System Shock? Was macht denn Dead Space hier?) deutlich spürbar und haben in mir ein Gefühl von Nostalgie geweckt, dass ich so lange nicht mehr hatte. Der Mix aus liebevoll gestalteten Umgebungen, kryptischen Hinweisen und rollenspielartigen Lösungsansätzen hat jedenfalls schon jetzt mein Herz erobert – Prey hat das Potential zu etwas richtig Großem.

Little Nightmares – Eine schaurig-schöne Odyssee

Little Nightmares

Mit welchen Schrecken wird Six in Little
Nightmares konfrontiert werden?

Das schwedische Entwicklerteam Tarsier Studios, bekannt durch Spiele wie LittleBigPlanet und Tearaway Unfolded, lässt das Herz der Adventure-Game-Liebhaber höher schlagen. Mit Little Nightmares, einem Puzzle-Platformer im Horror Genre, erhält, unter dem Publisher Bandai Namco Entertainment, ein liebevoll gestalteter Indie-Titel auf unsere Konsolen und Rechner Einzug. Im Spiel begleiten wir das neun Jahre junge Mädchen Six, das von zu Hause entführt und zur Arbeit in einem surrealen Unterwasser-Resort mit dem Namen „The Maw“, gezwungen wird. Dieses Unternehmen sorgt dafür, dass die absonderlichen Wünsche der einflussreichen Elite erfüllt werden. Durch eine unerwartete Fügung des Schicksals, bietet sich Six die Gelegenheit, zu fliehen und wir erleben ihren Weg durch eine bizarre und unvorhersehbare Welt, die uns einen Einblick in das korrupte Herz der modernen Glückseseligkeit gibt.

Der Puzzle-platformer wird voraussichtlich Ende April für die PlayStation 4, Xbox One und den PC erscheinen. Bei einem Preis von ca. 25,00€ und dem offiziellen Soundtrack als kleines Extra ist absolut nichts falsch gemacht.

Playstation Experience
Dominik Briem
editor

Ersteindruck

Little Nightmares spricht mit seiner charmanten Inszenierung den Beschützerinstinkt des Spielers an. Es wirkt fast, als würden wir ein Märchen erleben, in dem wir das hungrige Kind Six auf seiner Irrfahrt durch dunkle Gänge, vorbei an furchteinflößenden Monstern und schaurigen Räumen, begleiten. Vor allem die Lichtführung und der sagenhaft gute Soundtrack sorgen dabei für ein wunderschönes Ambiente. Kleinere Rätsel oder Jump’n’Run-Einlagen fordern unser Geschick heraus, um dafür zu sorgen, dass Six wohl behütet bleibt. Die Grafik und Kameraführung erinnert an den klassischen Stil eines Indie-Games und damit haben die Entwickler verdammt viel richtig gemacht. Meine Aufmerksamkeit hat sich das Spiel auf jeden Fall verdient und ich freue mich darauf, Little Nightmares für euch testen zu dürfen, um ein umfangreicheres Fazit bilden zu können.

Playstation Experience
Sergej Huss
editor

Ersteindruck

Ein kindlich unschuldiger Grafikstil verbindet sich mit einer beklemmenden Atmosphäre und schaurigen Soundkulisse. Die Heldin Six ist ein wandelnder drittel Meter in einem Riesenland und damit absolut wehrlos. Hier gilt es euren Verstand zu benutzen und sich geschickt von Versteck zu Versteck zu schleichen um den blutrünstigen Metzger zu entkommen. Schafft dieser euch doch einmal zu fangen und seine Arme um euren Hals zu legen, wird das Bild schwarz und eure Fantasie übernimmt den Rest. Aufgrund dieser düsteren Ästhethik muss ich an „Heart of Darkness“ für den Sony Urahnen Playstation 1 zurückdenken. In diesem konnte euer Schützling ebenfalls auf dutzende, makabre Arten und Weisen das Zeitliche segnen. Little Nightmares ist ein interessanter Indie Titel für die Playstation 4, welcher letztes Jahr den „Beste neue IP“-Preis auf der gamescom gewann. Meine Neugierde hat dieser kleine Albtraum auf jeden Fall geweckt.

WipEout: Omega Collection – Schuster bleib bei deinen Leisten

Wipeout Omega Collection

Auf der PlayStation 4 Pro beeindruckt die Omega Collection auch in 4k mit flüssigen 60 Bildern pro Sekunde.

Nach WipEout HD (PS3, 2008), WipEout HD Fury (PS3, 2009) und WipEout 2048 (PSVita, 2012) erscheint 2017 zwar kein Nachfolger im WipEout-Universum, aber der Vorzeige-Sci-Fi-Racer auf Sonys Heimplattform ist endlich auch auf der aktuellen Generation angekommen: Die WipEout: Omega Collection nimmt alle Inhalte der letzten drei Veröffentlichungen und schnürt daraus ein Allround-Sorglos-Rennpaket für die PlayStation 4. Die alten Power-Ups und Spielmodis sind ebenso wieder mit dabei, wie 46 unterschiedliche Schiffe und 26 Strecken, die in beide Richtungen befahren werden können. Doch nicht nur inhaltlich bleibt WipEout seiner Linie treu, die Steuerung geht genau so flüssig von der Hand, wie man es aus den Ablegern für PS3 und PSVita gewohnt war. Auch der Splitscreen-Modus für zwei Spieler sowie ein 8-Spieler-Onlinemodus sind zurück und zeigen auf der PlayStation 4, was mit stärkerer Hardware alles möglich ist. Besonders Besitzer einer PlayStation 4 Pro können sich freuen, denn mit einem passenden TV rast die Omega Collection mit flüssigen 60 Bildern die Sekunde über den Bildschirm – auch bei 4k-Auflösung! Wer nicht über eine PS4 Pro verfügt, muss aber dennoch nicht auf 60 FPS verzichten. Ein „richtiger“ Nachfolger wäre mir zwar lieber gewesen, aber für den reduzierten Preis von ca. 50€ bietet die Omega Collection mehr als genug Rennspiel-Futter, um die Wartezeit zu verkürzen.

Playstation Experience
Lars Konrad
senior editor

Ersteindruck

Die Omega Collection macht genau das richtig, was bereits alle Vorgänger schon zu bieten hatten: Flotte Rennaction, massig Power-Ups und jede Menge Herausforderungen, die gemeistert werden wollen. Besonders knackig, wie Sony Studio Liverpool per PS4 Pro das Effektfeuerwerk in 4k/60FPS auf den heimischen Bildschirm zaubert. Zwar wäre mir ein richtiger Nachfolger lieber gewesen, aber zum Budget-Preis ist diese Collection auf jeden Fall einen Blick für WipEout-Fans und solche, die es noch werden wollen, wert.

Playstation Experience
Michael Foidl
editor-in-chief

Ersteindruck

Nach wie vor hat der Titel nichts von seinem Schwierigkeitsgrad und Charme verloren. Zudem gefällt es mir, dass jeder Teil darin eine eigene Kampagne hat. Das Tüpfelchen auf dem I-Punkt wäre noch PSVR-Unterstützung Aber was nicht ist kann ja noch werden.

Ace Combat 7 – Adrenalin über den Wolken

Ace Combat 7

Die Cockpitansicht beeindruckt durch zahlreiche HUD-Elemente

Leider gab es vom VR Modus von Ace Combat 7, der unabhängig vom Hauptspiel entwickelt wird, nur eine fünfminütige Demo. „Leider“ deshalb, weil ich so gerne noch mehr Zeit im Cockpit meines Düsenjägers verbracht hätte! Ace Combat 7 spielt wieder einmal in der Welt von „Strangereal“, deren Technologie und Kultur zwar weitesgehend unserer Realität entspricht, aber deren Nationen und Kontinente Fantasienamen tragen. 1999 schlug der Asteroid Ulysses auf dem Planeten ein. Die Menschheit wurde glücklicherweise nicht ausgelöscht, doch regneten Trümmer tagelang auf die nördliche Erdhalbkugel und veränderten für immer das Antlitz von Strangereal. Die Folgen waren 500.000 Todesopfer, Schäden in Billionenhöhe, Flüchtlingsströme und ständige Konflikte um die wenigen verbliebenen Rohstoffe. Ace Combat 7 spielt, wie seine direkten Vorgänger seit dem 4. Teil, nach diesem apokalyptischen Ereignis und soll neben spannenden Luftgefechten auch wieder eine ganze Menge an dramatischer Handlung bieten.

Meine Mission startet unter dem Deck eines Flugzeugträgers. Einige unbekannte Flugobjekte wurden in unserem Luftraum gesichtet und reagieren nicht auf Funksprüche. Die Aufgabe meiner Staffel ist es Aufklärung zu betreiben und sie gegebenenfalls abzufangen. Nachdem mein Jet per Fahrstuhl an Deck gebracht und die Starterlaubnis erteilt wurde, werde ich per Katapult über die Landebahn gezerrt und starte durch. Das VR-Erlebnis geht sofort in Fleisch und Blut über und ich habe volle Sicht auf die Instrumente in meinem Cockpit. Hier sehe ich auch die Waffenanzeigen – inklusive Munitionszahl – und mein Radar. Es ist ein atemberaubendes Gefühl, wenn man sich zum ersten Mal um 180° dreht und direkt auf das Meer unter einem starrt. Nach einem kurzen Flug stellen wir die unbekannten Objekte, die sich als Flieger einer feindlichen Nation herausstellen. Der Befehl ist klar: Freigabe zum Abschuß!

Ace Combat 7

Hier brennt der Himmel!

Hier zeigt sich einmal mehr das klassische Steuerungskonzept von Ace Combat. Es ist nicht so übermäßig kompliziert, wie ein Flugsimulator, dafür aber Arcade-lastig und einfach zu erlernen. Dennoch besteht im VR Modus eine Herausforderung, weil ich ja nicht durch den Boden meines Cockpits blicken kann. Ich muss mich also immer neu positionieren um den Gegner gut im Blickfeld und Visier zu haben. Nach ersten Manövrierungsversuchen gelingt es mir die Gegner mit meiner Bord-MG vom Himmel zu holen. Prompt tauchen drei weitere Flieger auf, an denen ich meine neu-erlernten Fluggkünste messen kann. Diese verhalten sich schon wesentlich anspruchsvoller als ihre Vorgänger und sie versuchen mich durch enge Loopings, Schleifen und Schrauben abzuhängen. Nachdem auch diese als brennende Trümmer vom Himmel stürzen, scheint die Mission geschafft zu sein. Man atmet durch, doch überraschenderweise tauchen aus dem Nichts noch fünf unbemannte Drohnen auf! Aus dem Radio ertönt die Durchsage, dass man nur noch eineinhalb Minuten hat, bevor die Mission abgebrochen wird, während sich in den Kopfhörern eine treibende Melodie anbahnt, die auch im Trailer Verwendung findet. Das motiviert! Mit letzter Kraft schaffe ich es die letzte Drohne mit zehn Sekunden Abstand zum Missionsende abzuschießen und eine Woge an Gänsehaut überschüttet mich. Das waren die rasantesten fünf Minuten seit Langem!

Playstation Experience
Michael Foidl
editor-in-chief

Ersteindruck

Oh ja! Ace Combat in VR macht Laune. Hier wird ein unglaublich intensives Fluggefühl vermittelt. Zudem passt sich der Sound stets dem Geschehen an und trägt sehr zur gelungenen Atmosphäre bei. Ich kann es kaum erwarten den Titel in meinen Händen zu halten.

Playstation Experience
Sergej Huss
editor

Ersteindruck

Wenn Ace Combat 7 – Skies Unknown kein Kaufgrund für die Playstation VR ist, dann weiß ich auch nicht mehr weiter! Der erste Eindruck hat bei mir mächtig eingeschlagen und ich freue mich auf nervenzerreißende Dogfights über den Wolken. Die Steuerung bleibt dabei altbewährt und Serienveteranen werden sich schnell zurecht finden können. Aufgrund der starken Perspektivwechsel, die mit dem Fliegen eines Düsenjets natürlicherweise verbunden sind, empfehle ich den VR Modus allerdings nicht für Leute, die bei VR eher einen schwachen Magen haben! Es ist mein persönlicher VR Hype-Titel für das Jahr 2017!

Crash Bandicoot N. Sane Trilogy – Volle Breitseite mit der Nostalgiekanone!

Crash Bandicoot

Grafik von 2017 trifft Schwierigkeitsgrad von 1996!

Letztes Jahr wurde von Sony die Crash Bandicoot N. Sane Trilogy angekündigt. Dabei handelt es sich um eine überarbeitete Version von den ersten drei Crash Bandicoot, die damals über die gute alte PlayStation 1 geflimmert sind. Wie hatten vor Ort die Möglichkeit drei unterschiedliche Levels der Neuauflage anzuspielen. Das Spiel an sich hat nichts von seinen alten Charme verloren und macht genau so viel Spaß wie vor 15 Jahren. Auch die alten Animationen haben es wieder in das Remake geschafft, die das Spiel schon damals auszeichneten. Wie reden hier von den witzigen Sterbeanimationen oder die vergessenen Kisten die am Ende eines Levels auf den Kopf fallen. Die Entwickler erklärten, dass die Steuerung etwas überarbeitet wurde. Beim Anspielen merkten wir aber nichts davon. Crash steuert sich wie eh und je und das ist auch gut so. Auch am knackigen Schwierigkeitsgrad wurde nichts verändert. Noch immer ist es in den späteren Welten eine Herausforderung sie zu bestehen. Zu den Ladezeiten kann man im Moment nichts sagen immerhin war das nur eine Vorabversion. Sobald das Spiel erscheint werden wir es einen vollständigen Test unterziehen.

Playstation Experience
Michael Foidl
editor-in-chief

Ersteindruck

Die Grafik des Jahres 2017 trifft auf das altbewährte Spielprinzip von 1996. Damit erhält man das Beste aus den Welten des modernen und retro Gaming! So muss eine Neuauflage sein! Wie beim Fahrradfahren konnte ich sofort wieder loslegen, als ich Crash nach all den Jahren wieder mit dem Controller steuerte. Hier bekommt man gleich drei Meilensteine der 3D-Jump-and-Run Geschichte in einem Paket!

Playstation Experience
Lars Konrad
senior editor

Ersteindruck

Crash ist zurück! Nach einigen etwas unglücklichen Eskapaden und Wiederbelebungsversuchen kehrt der Nasenbeutler zu seinen Wurzeln zurück und beweist, dass gutes Gameplay auch noch nach 20 Jahren begeistern kann. Die komplett neugestalteten Umgebungen und Charaktermodelle der N.Sane Trilogy wurden liebevoll auf die achte Konsolengeneration geportet, ohne dabei den Scharm der PlayStation-1-Klassiker zu vernachlässigen. Wer damals schon Crash Bandicoot gespielt hat, kommt hier nicht dran vorbei, wer es seinerzeit verpasst hat, bekommt nun eine zweite Chance!

Farpoint – Per PSVR gestrandet im All

Farpoint

Der Kammerjäger ist da: Das Sturmgewehr macht mit den kleinen Bugs kurzen Prozess, für größere Weltraum-Käfer gibt es noch Schrotflinte und Granatwerfer.

Farpoint spielt auf einer lebensfeindlichen Wüsten-Welt, die von riesigen Alien-Käfern belebt wird. Die aggressiven Insekten reagieren feindlich auf die Anwesenheit des gestrandeten Spielcharakters, wodurch ein guter alter Sci-Fi-Wahlspruch wieder einmal seine Daseinsberechtigung findet: „Bereise außerirdische Welten – und schieße auf alles, was sich bewegt.“ Zum Glück hat das Waffenarsenal die Bruchlandung überstanden, mit Automatikgewehr, Schrotflinte und Granatwerfer steigen die Überlebenschancen enorm. Doch wird hier nicht mit dem Gamepad vor dem heimischen TV geballert, sondern per PSVR in der virtuellen Realität.

VR-Railshooter kennen wir inzwischen alle. Auch Farpoint sieht auf den ersten Blick wie ein solcher aus, kommt aber direkt mit einer Neuerung, die man seit einer Konsolengeneration nicht mehr in dieser Form gesehen hat: Der „Aim Controller“, der den gewohnten DualShock-4-Controller ersetzt. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus den etablierten Move-Controllern und dem alt-ehrwürdigen Navigation-Controller – optisch verpackt in ein weißes Plastik-Gewehr. Der Unterschied zu klassischen Pad-Steuerung ist sofort spürbar: Gezielt wird durch ein holografisches Visier, wofür der Aim Controller dann auch wirklich wie ein echtes Gewehr angelegt werden muss – der obere Trigger fungiert als Abzug, der untere aktivieren den eingebauten Granatwerfer. Zudem können sich die Spieler mittels der Analogsticks frei im Raum bewegen und flink umdrehen – zusätzlich sorgt die Bewegungssteuerung des Aim Controllers für die nötige Präzision für zielgerichtete Schüsse auf die Schwachstellen der Riesen-Insekten.

Schon nach kurzer Zeit ging diese Steuerung völlig natürlich von der Hand, die Geh-Bewegungen des Charakters forderten hingegen das Schwerkraftsystem des Körpers heraus: Da sich der Charakter „zu Fuß“ bewegt, man beim Spielen aber unbeweglich vor dem TV steht, kam es nach kurzer Zeit bereits zu Gleichgewichtsstörungen. Erst durch das langsame auf der Stelle treten und wechseln der Schussposition, konnte dieses Problem eingedämmt werden. Dies wird wohl auch noch länger ein Problem in der virtuellen Welt sein, aber schon jetzt bietet Farpoint ein intensives First-Person-Erlebnis, das man auf diese Art und Weise bisher noch nicht erleben durfte.

Playstation Experience
Lars Konrad
senior editor

Ersteindruck

Von außen betrachtet wirkt Farpoint wie ein hübscher Standard-Railshooter. Doch der Eindruck ändert sich schnell, wenn man selber endlich selbst das VR-Headset anlegen darf. Schon nach einer kurzen Anspielzeit geht man instinktiv hinter Steinen in Deckung, verwandelt mit der Schrotflinte aus nächster Nähe Horden von Bugs zu Fleischklumpen und erlegt mit dem Automatikgewehr per Holo-Visier weit entfernte Käfer mit einem gezielten Feuerstoß. Auch wenn zu Beginn erst einmal gegen die Gleichgewichtsstörungen angekämpft werden muss, Farpoint bietet ein intensives PSVR-Erlebnis, welches von keinem VR-Fan verpasst werden sollte!

Playstation Experience
Sergej Huss
editor

Ersteindruck

Ratatatata! – Wer will was machen? In Farpoint durfte ich meine Zeit bei der Bundeswehr wieder einmal nacherleben! Die schnellen Waffenwechsel zwischen Schrotflinte und Sturmgewehr ergaben einen wunderbar dynamischen Spielfluss. Während die Schrotflinte nachgeladen hat, konnte man ein paar Feuerstöße auf die Krabbelviecher abgeben um ihnen dann mit einer Ladung Schrot den Rest zu geben, um die Flinte anschließend wieder nachzuladen um währenddessen ein paar Salven abzudrücken. Das anfängliche Schwindelgefühl ging schnell weg, nachdem ich mit meinen Beinen etwas auf der Stelle getreten bin, allerdings hatte ich das Gefühl, dass ich deswegen während meiner Spielesitzung etwas aus dem Kamerabereich gewandert bin. Eine Art Playstation-VR Laufstall wäre hier sicherlich eine gute Lösung! Um mich meinem Kollegen Lars anzuschließen, zitiere ich einen anderen Science Fiction Klassiker Starship Troopers: „Möchten Sie mehr wissen?“ Darauf ein kurzes „Jawohl!“.

Tekken 7 – Alte Tugenden im neuen Gewand

Tekken 7

Akuma ist der ungewöhnliche Neuzugang zu der altbekannten Kämpferriege

Auf der diesjährigen PlayStation Experience hatten wir die Gelegenheit ausführlich in das kommende Kampfspiel Tekken 7 hereinzuspielen. Man merkte gleich, dass die altbekannte Steuerung keine Veränderungen mit sich brachte. Zudem hatten wir die Möglichkeit den Neuzugang Akuma aus Street Fighter auszuprobieren. Dieser fügt sich etwas ungewohnt in das dynamische Kampfsystem ein, da man hier die originale Steuerung von Capcom, inklusive aller Spezialmoves, übernahm. Das heißt während ihr mit den Protagonisten aus Tekken versucht den Gegner ins Jenseits zu befördern schleudert man mit Akuma diverse Feuerbälle durch die Luft und am Boden. Ansonsten ist alles beim Alten geblieben obwohl wir persönlich ein paar alt bekannte Charaktere wie zum Beispiel den bekannten Polizisten Lei, der seinen Einstand bei Tekken 2 feierte, vermissen. Das Spiel läuft absolut flüssig doch der inkludierte VR Modus blieb nach wie vor geheim. Ein cooles Feature ist im Versus Modus enthalten. Wenn man den letzten Schlag ausführt geht das Spiel in eine Art Slow-Motion wo man genau sieht wo und wie man getroffen wird. Zudem hat man auch hier nochmals die Möglichkeit die drohende Niederlage abzuwehren. Wir freuen uns auf das Kampfspiel und die paar Runden haben wirklich Spaß gemacht. Sie zeigen, dass Tekken nicht von gestern ist.

Gran Turismo Sport – „The Real Driving Simulator“ dank PSVR noch realer!

Gran Turismo Sport

Die Optik ist wieder ein Augenschmaus und das Fahrverhalten gewohnt anspruchsvoll

Eigentlich sollte Gran Turismo Sport  letztes Jahr im November erscheinen. Doch Sony gab kurz vor dem Release bekannt, dass man den Titel auf unbestimmte Zeit verschiebt. Mittlerweile ist in Asien und Amerika die erste Beta-Phase angelaufen und viele Spieler hoffen auf einen baldigen Erscheinungstermin. Auf der PlayStation Experience in München hatten wir die Gelegenheit den Rennspielgiganten in unterschiedlichen Formen anzuspielen. Grafisch ist das Spiel sehr ansehnlich. Das zeigten aber schon diverse Videos und Trailer.

Steuerung mit Controller

Das Spiel steuert sich besser als alle Vorgänger. Mit dem Controller hat man wirklich das Gefühl den Boliden zu steuern. Man merkt dank der Vibration jede Bodenunebenheit und wer die Vorgänger gespielt hat, fühlt sich sofort heimisch. Auch die Hilfslinien kann man wieder aktivieren um die letzten Hundertstel herauszufahren. Ihr könnt auch wie gewohnt entweder mit den Trigger oder den X Knopf Gas geben. Das Bremsverhalten fühlt sich zudem absolut realistisch an.

Steuerung mit Lenkrad

Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen Gran Turismo Sport mit Schaltung und Lenkrad anzutesten. Dazu konnten wir das neue Lenkrad begutachten, das richtig real in der Hand liegt. Zudem merkte man gleich, dass jeder Fehler ausnahmslos bestraft wird. Sollte man zu schnell in die Kurve fahren schlägt das Lenkrad aus. Auch merkt man damit die Bodenunebenheiten nochmals intensiver. Wenn man den Wagen in den Sand oder auf die Wiese setzt spürt man einen anderen Untergrund.

Gran Turismo Sport in VR

Bisher hatte man noch keine Gelegenheit Gran Turismo Sport in VR anzuspielen. Auch das konnten wir uns nicht nehmen lassen, und haben eine Runde im PlayStation VR gedreht. Im Gegensatz zu Driveclub VR merkt man bei Gran Turismo besser das Geschwindigkeitsgefühl. Doch teilweise wirkte das Cockpit noch etwas unfertig, was vermutlich auf die Vorabversion zu münzen ist. Hier bekommt man ein sehr gelungenes Fahrgefühl spendiert. Aber da es an gewissen Stellen noch etwas unscharf war, sollte man abwarten wie die fertige Fassung wirkt. Der Grundstein dazu wirkte trotzdem schon mal relativ gut.

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