Castlevania: Lords of Shadow Ultimate Edition: unser Test - V-Gamers - Das Gamer Magazin

Castlevania: Lords of Shadow Ultimate Edition: unser Test

Castlevania: Lords of Shadow Ultimate Edition: unser Test

So es ist soweit, wie wir versprochen haben unser Test von Castlevania: Lords of Shadow. Gabriel prügelt sich nun auf dem PC durch die Welt um seine große Liebe Maria zurück zu holen.

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Kurz zur Story:

Wir möchten Euch nicht die ganze Story verraten, sonst geht einem der Spielspaß irgendwie verloren. Aber mal so viel, Gabriel ist ziemlich sauer, weil man Ihm das Liebste genommen hat was er besaß. Es kommt wie es kommen muss, Rache! Und das an allem was irgendwie daran beteiligt war. Was unser Protagonist nicht weiß ist das nichts so ist wie es den Anschein hat.

Dadurch erwarten Euch in der Story überraschende Wendungen. Das Ende ist zu Merkwürdig? Seid beruhigt, in den beiden DLC´s seht Ihr dann warum.

Steuerung:

Nicht ganz einfach. Da kommt man im allgemeinen schon auf den Gedanken alles hin zu schmeißen. Das liegt aber nicht an dem Spiel selbst. Wie im Demotest schon berichtet empfehlen wir ernsthaft das Game über ein Joypad zu spielen. Für das Pad müsst Ihr allerdings Steam auf Big Picture umstellen, sonst wird immer die Tastatur als Steuerung angenommen. Es ist aber mit Vorsicht zu genießen, nicht jeder Controller wird unterstützt, erst beim 2. Joypad verlief auch bei uns alles reibungslos.

Was sehr positiv auffiel, egal ob Tastatur oder Pad, wer mit den Standarteinstellungen nicht zurecht kommt kann diese selbst belegen.

Nachdem man dann alles bereit hat ist die Steuerung kein Problem mehr. Springen, Peitsche schlagen, ausweichen, jeder Befehl wird sofort umgesetzt. Mit etwas Übung kommt man auch schnell weiter. An der Tastatur ist man schon etwas aufgeschmissen, denn im Spiel sind schnelle Reaktionen gefragt die vor allem für ungeübte Spieler Probleme aufwerfen dürften. Die Belegung am Gamepad ist genau wie an den Konsolen gehalten, und somit bietet sich der entscheidende Vorteil alle Tasten immer griffbereit zu haben. Im fortgeschrittenen Spiel ist es notwendig mehrere Tasten gleichzeitig zu drücken um bestimmte Fähigkeiten aktivieren zu können. Ansonsten lassen sich die Combos recht schnell Aktivieren.

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Grafik, Technik, Sound

Man bemerkt schon einen Unterschied zu den Konsolen, auch wenn dieser nicht all zu groß ist.

Saubere Darstellung, kein Ruckeln, kein Kantenflimmern, keine Aussetzer in der Darstellung. Durch die Einstellungen wie Antialiasing, V-Sync und Texturenfilterung stellt sich nicht nur die Umgebung besser dar, auch die handelnden Personen und Gegner sind schöner anzuschauen.

Auch bei hoher Auflösung läuft das Spiel flüssig und bietet so doch einen kleinen Genuss.

Um es mal kurz zu machen, das Teil sieht einfach schärfer aus wie auf den Konsolen, und noch besser wenn man den PC über einen Full HD Fernseher darstellt, da kann man sich stellenweise gar nicht mehr satt sehen.

Zum Sound: einfach sauber. Zu den Konsolen hat sich hier nichts geändert, war auch nicht notwendig gewesen. In ihrer düsteren Atmosphäre ist die Begleitmusik nicht lästig oder störend. Im Gegenteil, sie ändert sich je nachdem ob ganze Horden oder ein Boss vor einem erscheinen, und sie versetzt einen auch in die richtige Stimmung.

Soundtechnisch gesehen gibt es auch hier nichts zu beanstanden. Die Sprachausgabe ist in Englisch gehalten mit deutschen Untertiteln (man kennt ja Konami mit Metal Gear Solid, und dem Versuch dieses in Deutscher Sprachausgabe zu involvieren). Die Synchronisation passt an jeder Stelle, die Stimmen sind sehr gut ausgewählt und der Erzähler bringt die Geschichte wie in Märchenform herüber.

Die Geräuschkulisse ist ziemlich cool, ob es jetzt die Tatzen eines daher rennenden Weerwolfs oder kleine Gnome sind die einen überraschen, man hört es heraus und denkt sich schon gleich „oh nein, nicht schon wieder“. Also um halbwegs vor Unannehmlichkeiten bewahrt zu bleiben auf die Geräusche achten.

 

Präsentation

Sehr imponierendes Spiel. Mit einem unglaublich hohem Lernfaktor in Punkto Steuerung bei Action Adventure Games können auch Anfänger das Spiel genießen. Nur nicht klein beigeben heißt die Devise, denn einige Passagen brauchen schon länger eh man sie beherrscht. Die Gegner sind auch nicht zu verachten, und die kommen an manchen Stellen in Horden wo man fast verzweifeln möchte. Doch dazu haben sich die Entwickler einige Hilfen einfallen lassen. Im Verlauf des Spiels lernt man wie man Licht und Schattenmagie beherrscht. Beides hat seine Vor- und Nachteile, aber beides muss zwangsläufig eingesetzt werden. Lichtmagie hat zum Beispiel den Vorteil dass man seine Lebensenergie über Schläge wieder auffüllen kann, während Schattenmagie äußerst starke Schläge und Combos bewirkt. Zusammen eingesetzt mit Spezialfähigkeiten die im Verlauf ebenfalls erspielt oder mit Punkten gekauft werden können werden verschiedene Spielstile unterstützt. Die Taktiken für Bosse und kleinere Gegner muss man sich dennoch erst erarbeiten, einfach draufhauen ist da oftmals nicht.

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Im Übrigen können die verschiedensten Sachen gefunden werden. Steine zur Erhöhung der Lebens-, Licht- und Schattenenergie. Erweiterungen für die Peitsche sind hierbei wohl das ausschlaggebende. An einige Dinge kommt man nicht heran eh man die entsprechenden Fähigkeiten gelernt hat. Aber keine Sorge, auch wenn man ein Kapitel gespielt hat kann man jeder Zeit zurück kehren um es noch mal zu versuchen.

Der Kapitelaufbau und auch die einzelnen Sequenzen innerhalb sind zwar linear begehbar, doch man sollte auf Wege achten die nicht offensichtlich sind. Hier ist es wichtig die Kameraperspektive richtig ein zu schätzen, denn die ist feststehend. Kommt in Situationen wenn Gegner von hinten angreifen natürlich nicht so toll, aber bei Kletterpassagen und dem finden neuer Wege ist das wieder hilfreich. Was soll man sagen, man hat dieses von God of War übernommen. Was hier ebenfalls hervor sticht ist das bei Sprüngen mit Enterhaken die entsprechenden Stellen auf leuchten, erinnert also wieder an Uncharted.

Was wir auch hervorheben möchten ist das  Hideo Kojima an diesem Spiel mitwirkte. Das macht sich vor allem an den Fantastischen Videosequenzen bemerkbar. Diese werden nicht langweilig und wer Hideo´s Werke kennt weiß das sich auch hier die Filmindustrie eine Scheibe abschneiden kann.

Die Steuerung selbst ist einfach grandios, von den besten Spielen das Beste genommen ergibt Castlevania. Ob man an einer Wand hängt und Gabriel mit seinem Blick oder Verhalten verrät wo es weiter geht, oder er auf mehrere Monster gleichzeitig einschlägt, alles ist möglich. Man nehme God of War, für das Kampfsystem, Uncharted für die Kletterpassagen und trotzdem ist es kein Abklatsch sondern ist ein eigenständiges Spiel welches für Spieler eine Herausforderung darstellt. Der Schwierigkeitsgrad gleicht hier teilweise einem Ninja Gaiden.

Wo wir schon mal dabei sind, wer meint das ganze Game bis zum Leibhaftigen persönlich ist ja relativ einfach, vergesst die beiden Zusatzkapitel nicht. Was dort abgeht ist nicht mehr normal. Dort wird einem die wahre Hölle an spielerischem Können abgefordert. Auch diese sind schaffbar, haben aber eine ungleich höhere Herausforderung zu bieten wie das Spiel an sich.

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Apropos Herausforderung, man hat sich bei den Rätseln ebenfalls die Mühe gemacht das sie nicht zu schwer aber auch nicht als einfach zu bezeichnen sind. Einige haben es schon in sich, aber man kann Hinweise finden in Form von Schriftrollen. Wenn man diese richtig interpretiert kommt man schon auf die Lösung. Für denkfaule gibt es aber natürlich die Möglichkeit sich gegen ein gewisses Entgelt die Lösung anzeigen zu lassen. Wir möchten im Übrigen noch anmerken das bei einigen Rätseln Walktrouhts nicht weiterhelfen, da sie sich zwar auf die Lösung konzentrieren, aber nicht 1 zu 1 übernommen werden können. Man hat schon vor gesorgt, wäre ja auch sonst zu einfach oder?

 

Umfang

Castlevania bietet 12 Kapitel, und jedes hat ein paar Abschnitte. Insgesamt also schon mal hier allein doch sehr Umfangreich. Noch dazu wo in dieser Version bei Steam die Dlc´schon mit dabei sind, also 2 weitere Kapitel. Diese offenbaren sich mit Abschluss der Haupstory.

Will man alles in Castlevania: Lords of Shadow erreichen will bleibt es nicht aus das ganze Game mindesten 2-mal zu spielen. Mit ca. 16 Stunden Spielzeit auf Schwierigkeitsgrad Normal auch kein leichtes Unterfangen. Vielleicht sollten wir noch erwähnen das anscheinend 100% in jedem Kapitel nur auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad zu erreichen sind, der erst frei ist wenn man einen Durchlauf gemacht hat.

Die Kapitel können auch einzeln noch einmal gespielt werden, äußerst nützlich wenn man sich irgendwo fest gebissen hat und meint es fehlt einem noch etwas.

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Fazit

Ja einfach Wahnsinn muss man hier sagen. Ihr könnt Euch sicher vorstellen wie ich an manchen Stellen am verzweifeln war. So ein Spiel bin ich einfach nicht gewohnt, bis jetzt! Wir können Castlevania echt empfehlen, hier lernt man mal die Vorzüge eines Joypads kennen. Es ist echt schön anzuschauen, bietet viele Vorzüge und ist vom Preis her sogar echt Billig. Für 24,99€ keine Fehlinvestition.

Das immer wieder kehrende System von umdenken und handeln macht sehr viel Spaß. Man will einfach wissen was hinter allem steckt, was noch auf einen wartet und was einem die verschiedenen Combos bringen.

Man merkt das der Erfinder von Metal Gear Solid tief in die Trickkiste gelangt hat, denn der typische „Aha“-Effeckt ist natürlich auch hier wieder geboten.

Bei blutigen Anfängern können wir nur sagen: kaufen auf eigene Gefahr. Und nicht entmutigen lassen.

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Getestet und geschrieben von Daniel Bachmann und Michael Foidl

Präsentation: + Lernfaktor, taktisches Vorgehen, geniale Atmosphäre, abwechsungsreiche Level, immer noch Wiedererkennungswert zu den alten Castlevania

–       Stellenweise sehr schwer so das einige Spieler sicherlich entnervt aufgeben

Grafik: + ein wenig bessere Darstellung gegenüber den Konsolen, detailiertere Optik, – leider nicht auf PC-Höchstniveau

Sound: + stimmige Begleitmusik, detailierte Umgebungsgeräusche, – Musik kann leider gewissen Vorgängern nicht das Wasser reichen (Symphony oft he Night)

Steuerung: + einstellbare Tastenbelegung, trotz vielen Aktionsmöglichkeiten nicht überladen, gut kombinierbare Befehle, – minispiele ein bisschen Fad

Umfang: + für dieses Genre sehr lange Spieldauer, durch DLC´s noch mal erweitert, – negatives fiel uns einfach nicht auf….

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